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Länderprofil Uganda. (PDF)
Artikelnummer: 8170

Länderprofil Uganda. (PDF)

Der Energiebedarf des ostafrikanischen Binnenstaates Uganda wächst stetig. Ein Grund hierfür ist die wachsende Bevölkerung. Zudem  verzeichnete Uganda in den letzten 20 Jahren ein jährliches Wirtschaftswachstum zwischen fünf und zehn Prozent. Für 2014 wird mit einem Wachstum zwischen sechs und sieben Prozent gerechnet. Bisher ist das Land zur Deckung seines Energiebedarfs noch in einem hohen Maße auf Importe von fossilen Energieträgern, überwiegend Erdöl, angewiesen. Der Großteil der Bevölkerung nutzt allerdings nach wie vor die leicht verfügbaren Ressourcen Holz und Holzkohle zum Kochen und für die Warmwasserbereitung.

Auf dem Weg der Modernisierung des Landes möchte die ugandische Regierung auch auf erneuerbare Energien setzen. Die Richtung hierfür gibt ein eigenes Strategiepapier aus dem Jahr 2007 vor. Eines der obersten Ziele dieses Strategiepapiers ist es, den Anteil der erneuerbaren Energien am Endenergieverbrauch bis 2017 von vier auf 61 Prozent zu erhöhen. Anreize setzt das eigens für den Bereich zuständige Energieministerium mit der Gewährung von Einspeisevergütungen und der Zahlung von Subventionen für Projektentwickler. Spezielle Fonds adressieren insbesondere den Ausbau der Stromversorgung im Land. Hier besitzt nicht einmal jeder achte Ugander Zugang zu elektrischer Energie. Und das, obwohl etwa 90 Prozent der Bevölkerung in ländlichen Gebieten leben.

Auf Grund des natürlichen Potenzials sieht die Zukunft für die erneuerbaren Energien in Uganda auch durchaus positiv aus. Für die Entwicklung der Geothermie zur Stromerzeugung bspw. wurden bereits drei Standorte näher in Betracht gezogen, wenngleich weiterführende Studien, die diesen Verdacht erhärten sollen, noch ausstehen. Die Solarenergie in Form von Photovoltaik dient ebenfalls bereits im Off-grid-Bereich der Energieversorgung. Auch für die Windenergie gibt es positive erste Signale. Hier sind allerdings ebenfalls weitere Potenzialuntersuchungen notwendig.

Im Wasserkraftsektor nutzt das Land die reichen Reserven von Nil und Viktoriasee. Die große Wasserkraft trägt heute bereits zu fast 80 Prozent der inländischen Stromerzeugung bei. Weitere große Wasserkraftwerke sollen bis 2018 folgen. Der Ausbau der Kleinwasserkraft soll vor allem in den abgeschiedenen Gebieten zur Off-grid-Versorgung forciert werden.

Erscheinungsdatum: 11/2014 |
Format: DIN A4
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